Wie eine Woche Workation vier Wochen Urlaub ermöglicht: Remote in Südafrika

Unser Redakteur für Content Marketing Johannes Nusko war im März und April für vier Wochen in Südafrika unterwegs. Dabei lag er aber nicht nur am Strand, sondern hat in über 9.000 Kilometern Entfernung gearbeitet. Wie das lief, erzählt er in unserem Blog.  

„New Work makes the dream work!” – so oder so ähnlich könnte man meinen letzten Urlaub zusammenfassen. Für 28 Tage, also vier Wochen, ging es nach Südafrika. Im Gepäck waren neben Badehose und Wanderschuhen natürlich meine Kamera und mein MacBook – also mein Arbeitslaptop. „Willst du in deinem Urlaub nicht eigentlich entspannen?“, hieß es vorab nicht nur einmal. Doch, will ich. Arbeiten im Urlaub klingt tatsächlich zwar nicht so sexy, ist es aber. Und es macht Spaß!

Aber fangen wir mal von vorne an. Erst im vergangenen Jahr stand für mich eine Reise nach Portugal mit einem anschließenden Abstecher nach Island an. Über vier Wochen war ich zuerst gemeinsam mit meiner Freundin in unserem Camper unterwegs und bin anschließend ein paar Tage bei einem Freund in Reykjavik untergekommen. Nach drei Wochen „echtem“ Urlaub waren die sieben Tage in Island für mich meine erste Workation. Um meinen Urlaub zu verlängern, hatte ich mit Jonas und Daniel, unseren Geschäftsführern, gesprochen und ausgemacht, einige Themen abzuarbeiten. Und das hat gut funktioniert.

Deutschland und Südafrika: das passt!

Vor dem jetzigen Urlaub standen deshalb mehrere Entschlüsse fest: damit sich die Reise auf die Südhalbkugel und der lange Flug lohnen, sollten es mindestens drei, besser vier Wochen in Südafrika werden. Deshalb galt es, mehrere Fragen zu klären. Wie viele Urlaubstage gehen dafür drauf, wie plane ich diese Zeit im Voraus und wie schaffe ich es, trotzdem zwischendurch für meine Kolleg:innen verfügbar zu sein? Nach einiger Zeit kam ich zu dem Entschluss, eine Woche mit 20 Arbeitsstunden in der Zeit in Südafrika einzubauen. Fünf Tage á vier Stunden sollten mir genug Möglichkeiten geben, um Aufgaben zu erledigen und für alle erreichbar zu sein. Und genau hier kommt einer der größten Vorteile von Workations in Südafrika zum Tragen: Zwischen Deutschland und Südafrika beträgt der Zeitunterschied maximal eine Stunde. Nach der Zeitumstellung in Deutschland war die Zeit sogar komplett gleich. Perfekt!

Der erste Workation-Tag begann in Hermanus. Wo Touristen normalerweise Ausschau nach Walen halten, habe ich um 7 Uhr den Laptop aufgeklappt. Eine Stunde lang konnte ich mich in meine Themen einarbeiten, ehe mir das Load Shedding (geplante Stromausfälle in Südafrika) einen Strich durch die Rechnung machten. Kein Strom = kein WLAN. Zumindest war es in unserem Hostel so. Deshalb mussten meine Freundin und ich umziehen und fuhren in ein Café. Dort ging es weiter und immerhin stand nach wenigen Minuten auch ein frischer Cappuccino neben mir. Hätte schlimmer sein können. Übrigens: zur Not hätten wir uns auch einen Hotspot über das Handy erstellen können. Datenvolumen hatten wir uns günstig und sehr einfach am Anfang des Urlaubs gekauft.

Arbeiten wie im Home-Office

In den kommenden Tagen lief es aber ohnehin deutlich runder. Das lag vor allem an unserer Unterkunft, die zwar auch immer wieder vom Load Shedding betroffen war, uns aber trotzdem dauerhaft WLAN zur Verfügung stellen konnte. Und viel mehr als einen Rechner und Internetzugang braucht es eben nicht. In meiner Zeit in Südafrika konnte ich Blogbeiträge und Social Media-Posts schreiben, habe Bilder bearbeitet und an unserer Website gefeilt. Der Kontakt zu den Kolleg:innen verlief reibungslos über Slack, wie es so sonst auch im Home-Office läuft.

„Viel mehr als einen Rechner und Internetzugang braucht es eben nicht.“

Johannes

So weit, so gut. Aber macht Arbeit im Urlaub wirklich Spaß? Ja. Ehrlich! Und zwar, weil man trotzdem aus dem Alltag ausbricht. Die Schreibtische in der Agentur oder im Home-Office werden durch eine Terrasse, eine Bank im Grünen oder ein Café mitten in Kapstadt getauscht. Sonnenschein schlägt das März-Wetter in Deutschland, ich bin doch lieber näher am Strand als an der Regnitz und kann nach dem Feierabend ans Meer und surfen. Für mich ist die Wahl des Arbeitsplatzes deswegen klar. Natürlich: Urlaub und das An-Nichts-Denken-Müssen sind unschlagbar. Aber einen langen Urlaub erleben zu dürfen und dafür teilweise remote zu arbeiten, ist unbezahlbar und ein Vorteil, den ich hier bei medienreaktor sehr schätze. Schließlich kommen dabei solche Momente heraus:

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