Mein Schülerpraktikum bei medienreaktor

Hallo, ich bin Carolina, komme aus Bischberg und gehe am Franz-Ludwig-Gymnasium in Bamberg zur Schule.

In der 9. Klasse standen für uns dieses Jahr zwei Wochen Praktikum an. Bei der Überlegung, wo ich mein Praktikum machen möchte, habe ich mich für medienreaktor entschieden. medienreaktor ist eine Agentur für digitale Marketingstrategie. Durch meine Erfahrungen in der App-Programmierung kann ich mir gut vorstellen, diesen Beruf später mal auszuüben. Denn Apps gehören da heutzutage einfach dazu. Außerdem wollte ich etwas Neues lernen und neue Erfahrungen sammeln!

Vom 9. bis 20. Juli 2018 bin ich jeden Morgen mit dem Bus in die Stadt gefahren. Da die Agentur gleich gegenüber meiner Schule ist, konnte ich meinen ganz normalen Schulweg zurücklegen und dann um 8 Uhr mit meinem Praktikumstag starten, der übrigens immer um 15 Uhr geendet hat und zwischendrin immer etwa um 12 Uhr eine Mittagspause hatte.

Vom Blog kreieren bis hin zum eigenen Logo gestalten war alles dabei.

Am ersten Tag durfte ich Caro und Jonas über die Schultern schauen. Sie haben mir erklärt, was sie machen und wie ihre Arbeit funktioniert. Caro ist Designerin, sie macht viel Printdesign und auch Webdesign. Jonas ist Entwickler und setzt Websites technisch um.

Ich durfte so viele Fragen stellen, wie ich wollte – und das waren echt viele!

Carolina Bickel

An den nächsten zwei Tagen habe ich dann an meinem eigenen Blog gearbeitet. Den Blog wollte ich gerne erstellen, da ich in der 10. Klasse für drei Monate nach Frankreich gehen werde. So kann ich meine Familie und Freunde mit auf meine Reise nehmen und sie können dadurch meine Zeit in Frankreich direkt mitverfolgen. Den Blog habe ich in Wordpress erstellt und designt. Felix, der mein Praktikum in der Agentur ein bisschen organisiert hat, hat mir Wordpress erklärt und mir beim Erstellen und Designen geholfen. Bei Fragen konnte ich immer auf ihn zurückkommen.

Am Donnerstag konnte ich dann ein bisschen kreativ sein. Ich habe nämlich das Logo für meinen Blog entworfen.

Zuerst habe ich mit Block und Stift versucht meine Ideen auf Papier zu bringen, vier verschiede Versionen sind dabei herausgekommen. Die nächsten Tage habe ich dann an meinen Logos weiter gearbeitet, aber diesmal am Computer. Mit dem Programm Illustrator habe ich meine Logos vektorisiert.

Am Anfang hatte ich überhaupt keine Ahnung, wie das funktioniert. Aber Caro und Andi haben mich dabei kräftig unterstützt und mir gezeigt, wie man mit Illustrator umgeht. Andi ist übrigens in der Agentur für Webdesign und Illustrationen zuständig. Im Laufe der Zeit hat es dann immer besser geklappt. Nach vier Tagen Arbeit, Designen und Illustrieren habe ich dann mein Logo eingefärbt und in meinen Blog eingefügt!

Gegen Ende meines Praktikum habe ich dann auch noch gelernt, wie eine Visitenkarte entworfen wird und Fotos bearbeitet werden. Ich habe mir quasi meine eigene Visitenkarte entworfen.

Zuerst haben wir dafür ein paar Fotos von mir geschossen. Die Bilder habe ich dann mit Photoshop bearbeitet. Ferdi hat mir gezeigt, wie das Programm funktioniert und mir alle meine Fragen dazu beantwortet. Ferdi ist Entwickler und der Fotograf in der Agentur. Zum Erstellen der Visitenkarte hat mir auch noch Flo geholfen. Er gab mir Tipps, wie ich meine Visitenkarte in InDesign erstelle. Mit diesem Programm habe ich ein paar Entwürfe gestaltet, bevor ich mich dann endgültig für einen entschieden habe. Es hat super funktioniert!

Natürlich ist es hier ganz anders als in der Schule. Man sitzt z.B. viel mehr vor dem Computer. Aber dabei übt man eben seinen Traumjob aus! Außerdem sind hier keine Lehrer, die einem sagen, was man zu tun hat. Es gibt „bloß“ einen Zeitplan, was in der Woche zu erledigen ist. Mit welchem Projekt man startet, kann man sich dafür meist aussuchen. Klar gibt es auch mal Projekte, die einem nicht so sehr Spaß machen, aber diese werden hier als Herausforderung gesehen und nicht als Last.

In diesen beiden Wochen habe ich viel dazugelernt, wie man einen Blog entwirft, ein Logo designt und, und, und… Aber ich habe auch gelernt, wie es ist, in einem Team zu arbeiten! Wie es überhaupt ist, mal zu arbeiten und wie es sein wird, jeden Tag bis um 17 Uhr oder länger arbeiten zu müssen.

Auch wenn alles noch so neu für mich war, habe ich mich schnell mit allen verstanden und wurde gut aufgenommen. Es war ein super Arbeitsklima und das Team ist echt super nett! Sie verstehen sich alle total gut, machen Witze und lachen. Machmal aber auch fluchen sie und auf einmal fangen sie an zu singen… Ich habe so viele Erfahrungen für die Zukunft gesammelt. Ich weiß zwar noch nicht, ob ich die Arbeit in einer Agentur in der Zukunft als Beruf wählen werde, aber ich kann es mir gut vorstellen. Mal schauen!

Danke, dass ich bei euch mein Praktikum verbringen durfte. Jeden Tag bei so netten Leuten, die ein super Team sind! Danke, dass ihr mich so herzlich aufgenommen habt und danke, dass ich so viel aus diesem Praktikum mitnehmen kann.