Die FUTUREDAYS werden zur Streamingerfahrung

Trotz der tiefgreifenden Einschränkungen bestehen drei fränkische Akteure in der Corona-Krise. Im Rahmen der FUTUREDAYS LIVE berichten sie, was sie aus der schwierigen Zeit mitnehmen.

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Seit 2018 veranstaltet medienreaktor zusammen mit Lagarde1 und der Mediengruppe Oberfranken die FUTUREDAYS Bamberg. In diesem Jahr sollte sich die Netzwerkveranstaltung erstmals über zwei Tage erstrecken und neben den Vorträgen, Interviews und Diskussionsrunden auch hochwertige Workshops enthalten. 

Leider musste die Vor-Ort-Veranstaltung jedoch wegen des Virus abgesagt und eine alternative Lösung gefunden werden. 

Die Idee, ein Streamingevent ins Leben zu rufen, lag nahe. Man wollte die Internetaffinität, die während der Corona-Krise gelernt wurde, nutzen und den bestehenden Trend hin zur Digitalisierung unterstützen. 

Deshalb verlegten wir die FUTUREDAYS kurzerhand in das Studio von mediatain. Dort erwartete uns bereits ein perfektes Ton-/Streamingstudio und wir wurden herzlich empfangen. Nach einem kurzen Briefing für Speaker und Moderator konnte es auch direkt losgehen.

Max Dahmer, Netzwerkmanager bei Lagarde1, befragte die drei Gäste zu ihren Erfahrungen während der Krise und was sie aus der Zeit gelernt haben.

Der erste Gast war Kerstin Rank, Gründerin von Bag to Life. Normalerweise produziert sie Taschen und andere Accessoires, hauptsächlich aus ausrangierten Rettungswesten der Flugzeugbranche. Sehr schnell stellte sie jedoch auf die Produktion von Masken um – mit Erfolg! Bis heute hat sie bereits circa 8.000 Stück verkauft. 

Ihr Learning aus der Krise: „Wir mussten sehr schnellauf den Punkt arbeiten, die gewachsenen Netzwerke nutzen und fast stündlich den Fahrplan prüfen und wenn nötig anpassen.“

Dr. Daniel Spielberg, Leiter Innovation und Entwicklung FIP bei FRÄNKISCHE Rohrwerke, spürte das Ausmaß der Probleme bereits, als das chinesische Werk zum Produktionsstopp gezwungen wurde. Die plötzliche Umstellung auf den Betrieb aus dem Homeoffice funktionierte unerwartet problemlos, eine App zur internen Kommunikation wurde eingeführt und Videokonferenz-Tools in die tägliche Routine eingebunden. 

Sein Learning aus der Krise: „Kommunikation ist das Allerwichtigste.“ 

Wir haben von der Agilität, die es in neu gegründeten Unternehmen gibt gelernt und das auf unsere Arbeit übertragen. Es galt: nicht lange fragen‚ wer ist denn eigentlich zuständig, sondern erstmal mit einer improvisierten Lösung zu starten.

Dr. Daniel Spielberg

Als letztes kam Prof. Dr. Christian Zagel von der Hochschule Coburg zu Wort. Der Leiter des berufsbegleitenden Master-Studiengangs Zukunftsdesign kämpfte vor allem mit der Kurzfristigkeit.

Wir haben es geschafft unseren Stundenplan 1 zu 1 digital abzubilden.

Prof. Dr. Christian Zagel

Alle Lehrveranstaltungen mussten kurzerhand digitalisiert werden, was auch in seinem Fall sehr positiv angenommen und mit einer höheren Anwesenheitsrate belohnt wurde. 

Sein Learning aus der Krise: „Der Wille zur Digitalisierung ist da und sollte genutzt werden.“

Das schlechteste in so einer Situation ist, einfach die Beine hochzulegen und nichts zu tun.

Prof. Dr. Christian Zagel

Nach dem Erfolg der FUTUREDAYS LIVE geht es jetzt in die Planung für kommende Veranstaltungen und es heißt auch für das Team der FUTUREDAYS: mit neuer Energie gestärkt aus der Krise kommen und weiter machen. Möglicherweise auch den Rahmen der FUTUREDAYS LIVE erweitern. 

Für alle Interessierten gibt es das komplette Interview mit allen Fragen und Antworten bei YouTube. Klickt gerne rein und abonniert die Social Media Kanäle der FUTUREDAYS, um keine Infos mehr zu verpassen!