Auf einen Kaffee ☕️ mit Vivi

In der ersten Folge der neuen RECHARGE Podcast-Miniserie unterhalten wir uns bei einer guten Tasse Kaffee mit unserer Kollegin darüber, was sie bei uns genau macht und wie sie zu uns gekommen ist. 

von

Andi: Heute habe ich Vivi hier bei mir sitzen. Servus Vivi, schön, dass du da bist!

Vivi: Hallo Andi, schön dass du mich eingeladen hast!

Andi: Na sehr gerne! Kaffee steht schon bereit, stell dich doch mal kurz vor.

Vivi: Ich bin Vivi, 23 Jahre alt, wohne in Bamberg und habe vor einem Jahr hier als Werkstudentin angefangen.

Andi: Du hast Wirtschaftsinformatik in Bamberg studiert und dieses Jahr, also 2021, deinen Bachelor gemacht. Warum hast du eigentlich nicht weiter deinen Master gemacht?

Vivi: Gute Frage! Na, eigentlich keine gute Frage. Andi, da hast du vollkommen ins Schwarze getroffen! Ich habe mir nämlich ganz lange überlegt, ob ich den Master machen soll oder nicht. Aber wegen der Corona-Situation ist mir das Studieren sehr schwergefallen, weil ich in einer WG in einem kleinen Zimmer wohne, wo ich lerne, schlafe und versuche, Sport zu machen. Da ist mir einfach die Decke auf den Kopf gefallen. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Uni einfach seit einem Jahr komplett dicht ist und die ganzen Studierenden daheim sitzen… deswegen habe ich mich dagegen entschieden. Eigentlich hatte ich aber total Lust meinen Master zu machen, nur ist die Situation gerade nicht die tollste. Und dann habe ich mir gedacht: Hey, ich kann doch bei medienreaktor anfangen! Immerhin habe ich schon ein Jahr hier als Werkstudentin gearbeitet und als dann die Frage kam, ob ich vielleicht eine Festanstellung möchte, da habe ich gesagt: Ja, gefällt mir hier, mach ich voll gerne!

Andi: Ja, ein bisschen Geld verdienen ist auch nie verkehrt. Und die Situation an den Unis ist auch gerade echt kein Zuckerschlecken, das kann ich mir vorstellen. Wenn man seine Kommilitonen nicht mehr sieht und diesen Austausch nicht hat… Ja das versteh ich gut. Jetzt hast du so ein bisschen was von dir erzählt, dann sag mal, was machst du denn bei medienreaktor überhaupt?

Vivi: Ich bin Entwicklerin.

Andi: Und was genau entwickelst du?

Vivi: Wir haben zwei CMS-Systeme TYPO3 und Neos und auf deren Basis entwickele ich Websites. Zuerst habe ich mit Neos angefangen, dann TYPO3, dann wieder Neos, also ich springe so ein bisschen zwischen den beiden Systemen hin und her. Meine persönliche Präferenz ist aber Neos.

Andi: Das ist ein bisschen moderner und cooler als TYPO3, stimmts?

Vivi: Ja, also es ist mir ein bisschen schwer gefallen in TYPO3 reinzukommen, weil ich vor einem Jahr wirklich bei Null angefangen habe. Klar konnte ich ein wenig programmieren von der Uni, aber das ist kein Vergleich zu dem, was wir hier machen. Deswegen war TYPO3 schon sehr abstrakt für mich. In Neos ist gefühlt alles greifbarer. Eigentlich möchte ich auch noch so ein bisschen ins Projektmanagement mit reinschnuppern und in die Beratung. Ich habe Lust, mit Kunden zu sprechen.

„Ich hab Lust mich einzubringen, neue Ideen einzustreuen und medienreaktor voran zu bringen.”

Vivi Nguyen

Andi: Jetzt haben wir schon von deinem Studium ein bisschen was erzählt. Du hast also Wirtschaftsinformatik studiert, wie bist du denn dazu gekommen? Bist du da eher quer eingestiegen oder Autodidaktin oder hattest du schon immer Bock zu programmieren? Was war der Anlass?

Vivi: Ich wollte einen Job finden. Nein, tatsächlich weiß ich es nicht. Also ich weiß, dass ich mit 18 ziemlich planlos war, so ziemlich grün hinter den Ohren und ich wusste nicht wirklich was ich machen will und dann habe ich mich so umgeschaut, was mir gefallen könnte. Da habe ich es dann immer noch nicht gewusst und dann bin ich auf Bamberg gestoßen. Das ist irgendwie bei mir in der Nähe, aber nicht zu nah, dass ich dann jedes Wochenende heimfahren müsste. Es ist weit genug weg, dass ich mein eigenes Leben anfangen kann. Und warum Wirtschaftsinformatik? Ich weiß nicht, BWL hatte ich in der Schule immer ganz viel, ich hatte auch Wirtschaftsinformatik, weil ich einen wirtschaftlichen Zweig gewählt hatte. Da habe ich immer super Noten geschrieben und es hat mir Spaß gemacht. Also warum nicht?! Ich fand Technik schon immer interessant. Richtig programmiert habe ich davor eigentlich nicht. Nur einmal mit Robot Karol, aber das ist ja eher so ein einfaches Programm. Aber ansonsten habe ich mich einfach treiben lassen und dann im Studium ist irgendwann die Frage aufgekommen: Was könnte ich denn beruflich machen? Ich hatte Freunde, die als Frontend-Entwickler arbeiten und da habe ich mir das auch angeschaut und dachte das könnte mir taugen.

Andi: Du kommst aus Nördlingen. Wie war es denn so nach Bamebrg zu kommen, wie ist Bamberg so als Stadt zum Studieren oder überhaupt zum Leben?

Vivi: Ja, also Nördlingen ist ziemlich klein, ich sag immer Kaff dazu. Es hat nur 20.000 Einwohner, da bin ich dann nach Bamberg gekommen und ich muss echt sagen, es war sehr schön. Mit den ganzen Brücken und, dass im Sommer immer was los ist. In jeder Gasse ist es ein bisschen beleuchtet, es ist ein bisschen was los, aber es ist auch nicht zu groß als dass man sich irgendwie anonym oder allein fühlt. So ist es nämlich gar nicht. Die Uni ist sehr familiär, also wenn man Fragen hat, konnte man sich immer an Dozenten wenden und die Kurse sind relativ klein. Klar, ein paar größere Kurse gibt es auch, aber ansonsten ist alles sehr lieb und süß. Das einzige was mich stört ist, dass das Sound-n-Arts (ein Bamberger Traditions-Club) geschlossen wurde.

Andi: Kann ich gut verstehen, da bin ich auch immer hingegangen. Ich kann mir vorstellen, in Bamberg zu studieren macht bestimmt Spaß, weil es einfach eine richtig schöne Studentenstadt ist und auch die Lebensqualität sehr hoch ist.

Vivi: Ja und das Tolle ist auch, dass man überall mit dem Fahrrad hinkommt. Man braucht einfach kein Auto.

Andi: Außerdem gibt es ja auch nur Einbahnstraßen in Bamberg, da macht das Autofahren auch gar keinen Spaß. Parkplätze gibt es auch keine. Du bist jetzt ja schon ein Jahr bei uns – wirklich verrückt, wie die Zeit vergeht! Aber wie bist du denn eigentlich zu medienreaktor gekommen?

Vivi: Also wie gesagt wusste ich im Studium nicht so recht was ich machen sollte und dann hatte ich Freunde, die in diese Richtung gegangen sind und dann habe ich auf feki.de (Studentenportal) die Stellenanzeige für eine Werkstudentin von euch gesehen. Da habe ich sofort zu meinen Freunden gesagt: das muss ich machen! Dann habe ich mich beworben, wurde genommen und seitdem bin ich hier.

Andi: Du kanntest medienreaktor vorher wahrscheinlich noch gar nicht, oder? Was hast du denn da gedacht als du unsere Gesichter auf der Website gesehen hast?

Vivi: Ich habe gedacht: sau cool! Mein vorheriger Werkstudentenjob war bei einem Maschinenbauunternehmen und da ist der Kontrast zu uns schon ziemlich stark. Ich habe meinen Freunden immer gesagt: Hoffentlich nehmen sie mich. Ich will da arbeiten!

Andi: Und siehe da, es hat geklappt! Was denkst du denn jetzt von medienreaktor, nachdem du ein Jahr hier gearbeitet hast?

Vivi: Ich finde es immer noch super! Ich mein, wir trinken Kaffee, unterhalten uns und nehmen das auf. Außerdem finde ich es auch cool, dass jeder etwas beizutragen hat. Es ist nicht so „du bist noch zu jung, deswegen darfst du keine Meinung haben“. Hier wird jeder ernst genommen. Wenn jemand Ideen hat, dann immer gerne her damit und es wird darüber gesprochen. Und das finde ich sehr cool. Ich würde auf jeden Fall immer noch sagen: Mein erster Eindruck hat sich bestätigt, mein Bauchgefühl war richtig.

Andi: Also du hast das Gefühl, dass du dich hier frei entfalten kannst, deine eigenen Ideen einbringen und auch mal anderer Meinung sein darfst?

Vivi: Ja und Ja! Ich habe auch das Gefühl, dass ich hier sehr viel lerne! Ich habe super Coding-Mentoren, die sich immer Zeit nehmen, das ist so super!

Andi: Ja das bringt mich gleich zu nächsten Frage: Was hast du denn alles in deiner Zeit hier gelernt, fachlich und menschlich?

Vivi: Fachlich habe ich wirklich sehr viel gelernt. Wie gesagt, ich habe bei Null angefangen und mittlerweile habe ich erste eigene kleine Projekte. Klar brauche ich hier und da noch Hilfe, aber ich glaube das brauch jeder ab und zu. Menschlich muss ich sagen, dass die Hilfsbereitschaft der Kollegen super ist! Ich finde es auch voll schön, dass wir auch mal nach der Arbeit spazieren gehen, uns auch über privates unterhalten und dass mir immer das Gefühl gegeben wird, dass ich hier sehr viele Leute habe, die mir den Rücken stärken. Das ist ein echt schönes Gefühl!

Andi: Und stört es dich nicht, Berufliches und Privates miteinander zu vermischen?

Vivi: So heftig ist es bei uns nicht. Also es ist nicht so, dass wir jeden Tag bis 22 Uhr aufeinander sitzen und nur noch über die Arbeit sprechen. Sondern das ergibt wirklich einen schönen Ausgleich und das finde ich toll.

Andi: Wo siehst du dich denn in drei Jahren? Angenommen du bleibst bei medienreaktor, was möchtest du hier erreichen?

Vivi: Ich möchte erreichen, dass ich Projekte durchführen kann, ohne oft nach Hilfe fragen zu müssen. Ich möchte einfach eigenständig Projekte leiten können. Das ist mein großes Ziel. Und vielleicht auch, dass ich mal selbst Mentorin werde für jemand anderen. Das fände ich schön.

Andi: Das ist ein cooles Ziel auf jeden Fall! Die letzte Frage, die ich dir stellen möchte: Was war denn dein Highlight-Moment bei medienreaktor?

Vivi: Meine Highlight-Momente sind immer auf unserer Dachterasse, die finde ich nämlich richtig schön. Dann auch unsere Spieleabende, das macht auch immer super viel Spaß, wenn mein Entwickler-Kollege Jonas für uns ein Quiz erstellt. Weitere Highlight-Momente sind auch unsere Schnäpse nach jedem Livegang. Also unser Launch-Schnaps. Und auch mein erster Launch vor ein paar Tagen.

Andi: Super, ich hoffe natürlich für dich und für uns alle, dass wir noch viele gemeinsame Highlight-Momente erleben. Das klang alles sehr positiv, Vivi und hat mega Spaß gemacht, mit dir einen Kaffee zu trinken. 

Vielen Dank!

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