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Recharge #56
Rädlinger: Global und familiär

Wie führt die neue Generation eine Vision weiter? Lisa-Ann Rädlinger und ihr Mann Andreas Kordick sind Teil des Family Offices und treiben die Weiterentwicklung der Werner Rädlinger Gruppe voran. Beide erklären, wie das Familienunternehmen global agiert und dabei weiterhin familiär bleibt.

Eine Wasserleitung unterhalb einer der Hauptverkehrsachsen in München muss saniert werden. Da ist Verkehrschaos vorprogrammiert – oder? Durch das grabenlose Sanierungssystem Primus Line schafft es die Werner Rädlinger Gruppe weltweit, Rohrleitungsnetze zu sanieren, ohne Straße aufreissen zu müssen. Dieser Nachhaltigkeitsaspekt zieht sich durch die gesamte Unternehmensgruppe, die mittlerweile in der dritten Generation aus Cham in der Oberpfalz heraus agiert.

Lisa-Ann Rädlinger und Andreas Kordick erklären, wie man familiäre Werte trotz internationalem Wachstum beibehält und wie wichtig die eigene Marke dabei ist.

Zwei lächelnde Personen beim Podcast-Interview mit Mikrofonen vor einer Fensterfront und grünen Pflanzen.

„Die neue Generation kann nur funktionieren, wenn die ältere Generation Raum gibt und auch mal Fehler zulässt.“ 

Junger Mann mit Bart und lächelndem Gesichtsausdruck in Büro mit natürlichem Licht und moderner Ausstattung.
Andreas Kordick

Wie führt die neue Generation eine Vision weiter?

Der Wiedererkennungswert

Wie sich Globalität und Regionalität verbinden lassen

Wohlfühlfaktoren und Family-Office

Wie junge und alte Generation zusammenarbeiten

Die neue Rädlinger-Generation im Family Office

Mit Lisa-Ann und Andreas ist mittlerweile die dritte Generation der Rädlingers in der Geschäftsführung der Holdinggesellschaft vertreten, deren Grundstein Josef Rädlinger 1963 mit Beginn seiner unternehmerischen Tätigkeit in der Baubranche setzte. Dabei agieren mit Geschäftsführer Werner Rädlinger, seiner Tochter, deren Mann und weiteren Familienmitglieder momentan zwei Generationen gemeinsam, die allerdings sehr voneinander profitieren, wie Andreas Kordick beschreibt: „Ich glaube die Kombination aus Erfahrung und einer gewissen Unbekümmertheit ist sehr wertvoll.“ Für diese Kombination müssen aber die Voraussetzungen stimmen. „Die neue Generation kann nur funktionieren, wenn die ältere Generation Raum gibt und auch mal Fehler zulässt“, schildert Lisa-Ann. Dabei verfolgt die junge Generation aber weiterhin den Plan Werners, wie sie weiter erläutert: „Wir bringen die neuen Akzente mit, wollen aber an seiner Vision nichts verändern.“

„Wir bringen die neuen Akzente mit, wollen aber an seiner Vision nichts verändern.“

Junge Frau mit blondem Zopf, goldenen Creolen und dezentem Make-up vor neutralem Hintergrund lächelnd.
Lisa-Ann Rädlinger

International und regional zugleich

Änderungen gab es in der Vergangenheit bei der Werner Rädlinger Gruppe aber natürlich trotzdem. Unter anderem gehören Lisa-Ann und Andreas mittlerweile dem Family-Office an, das vor allem „schnelle Entscheidung ermöglicht, weil wir nah an den Mitarbeitern sind“. Durch das Family-Office wisse jede:r Mitarbeiter:in bei Rädlinger, dass die Tür zur Geschäftsführung „immer offen steht“. Dabei könne jedes Mitglied des Teams mit jeder Art von Problemen zu den beiden oder auch zu Geschäftsführer Werner kommen, stellt Andreas klar: „Wenn es auch mal private Probleme gibt, (…) sind wir die letzten, die nicht auch mal Ausnahmen machen und Lösungen finden.“

Trotz aller familiäre Nähe denkt die Werner Rädlinger Gruppe international und damit global. Sowohl am Unternehmenssitz im bayerischen Cham als auch an den weiteren Rädlinger-Standorten. Lisa-Ann erinnert sich: „Erst neulich hatten wir bei einer Sales-Konferenz 15 verschiedene Nationalitäten hier. Das macht einfach Spaß und es bereichert definitiv die Unternehmensgruppe.“ Das Ganze funktioniert aber in beide Richtungen: „Wir haben mittlerweile echte Chamer in der ganzen Welt“, erklärt Andreas. „Ein Kollege ist sogar komplett nach Australien ausgewandert und auch in Kanada hat sich ein Kollege mittlerweile bestens eingelebt. Wir bieten unserem Team diese Möglichkeit gezielt an und wissen so, dass wir die Rädlinger-Mentalität vor Ort haben.“