Gerüchteküche: OB-Wahl in Bamberg

In den vergangenen Tagen und Wochen wurden wir oft gefragt, ob wir etwas mit der Oberbürgermeister-Wahl in Bamberg zu tun hätten. Ja, haben wir!

Macht medienreaktor® Wahlkampf für Oberbürgermeister Andreas Starke?

Jonas Lindner: Wer behauptet denn sowas? Spaß beiseite, die Gerüchte sind natürlich richtig. Wir betreuen die Wahlkampagne des amtierenden Oberbürgermeisters. Dazu gehört neben der Strategiekonzeption und Mediaplanung auch die Gestaltung sämtlicher Werbemittel und die Realisierung mehrerer Websites.

Das heißt, medienreaktor® ist parteiisch? Ist das nicht schlecht fürs Geschäft?

Jonas Lindner: Wir sind parteiisch zu Gunsten jedes unserer Kunden. Parteiisch sein heißt aber nicht, dass wir uns politisch auf irgendeine Seite schlagen. Jeder Auftraggeber kann erwarten, dass wir unsere gesamte Kompetenz und viel Herzblut in das jeweilige Projekt stecken. Und das völlig zu Recht! Dazu ist es nötig, dass wir uns intensiv mit dem Kunden und seinen Zielen beschäftigen, um letztlich die beste, individuelle Lösung zu entwickeln.

Und trotzdem machen Sie speziell Wahlwerbung für die SPD?

Jonas Lindner: Seit mehreren Jahren betreuen wir "politische Kunden" unterschiedlichster Parteien. Egal, ob das auf Landesebene die bayerische FDP-Fraktion, einzelne Abgeordnete wie Thomas Hacker (FDP) oder auf kommunaler Ebene die Website der Bamberger CSU und eben der Wahlkampf von Andreas Starke (SPD) ist – wir sind hier breit und politisch neutral aufgestellt.

Daniel Kestler: Das heißt nicht, dass wir keine politischen Menschen sind. Jeder Mitarbeiter hat natürlich seine eigenen, privaten Ansichten, aber das hat nichts mit unserem Job zu tun. Der Kunde steht im Mittelpunkt, egal welcher Partei er angehört. Was wir jedoch niemals tun würden: für links- oder rechtsextreme Parteien arbeiten.

Und jetzt konkret zum Bamberger OB-Wahlkampf für Andreas Starke: Was reizt Sie an politischen Kampagnen?

Jonas Lindner: In erster Linie ist es einmal etwas völlig anderes als ein Corporate Design oder eine klassische Website für ein mittelständisches Dienstleistungsunternehmen. Beim Wahlkampf gibt es keine klaren oder zumindest extrem viele Zielgruppen: alle wahlberechtigten Bürger. Das macht die Strategiekonzeption unheimlich spannend. Wir können dabei auch innovative Wege der Ansprache einsetzen, die es so im geschäftlichen Bereich nur selten geben wird.

Findet Wahlkampf heute nur noch im Web 2.0 statt, oder welche innovativen Wege gehen Sie für Andreas Starke?

Jonas Lindner: Fehlende Bürgernähe und die daraus resultierende Politikverdrossenheit ist die zentrale Herausforderung einer modernen Wahlkampagne. Zudem sind Wahlkämpfe hierzulande - gerade im kommunalen Bereich - dem Vorwurf einer gewissen Trägheit und Langeweile ausgesetzt. Es geht nicht darum, hier amerikanische Kampagnen zu fahren, aber man kann daraus durchaus etwas lernen. Soziale Netze spielen dabei natürlich eine immer wichtigere Rolle, aber noch nicht die entscheidende. Das klassische Plakat oder die Kandidaten-Website haben längst nicht ausgedient und müssen nur intelligent eingesetzt werden: Beispielsweise haben wir den in der Bamberger Stadtverwaltung schon bekannten Bürgerdialog weitergedacht und auf die Spitze getrieben. Bürger können Ihre Frage an Andreas Starke auf einer Microsite stellen und wenige Tage später veröffentlichen wir dort eine persönliche Videobotschaft des Kandidaten. Dieses Tool wird bereits jetzt sehr gut angenommen und hilft, eine neue Dimension der Bürgernähe herzustellen.

Daniel Kestler: Die Kampagnen-Website von Andreas Starke kommt gestalterisch frisch und modern daher. Neben aktuellen Nachrichten und Veranstaltungen steht der Mensch Andreas Starke mit seinem Zielen und seiner Person im Vordergrund. Bewusst haben wir auf ein mehrere Seiten langes Wahlprogramm verzichtet und die Erfolgsstationen der letzten Amtszeit und die politischen Ziele für die Zukunft in den Starken Weg gepackt. Über einen Zeitstrahl reist der Besucher durch die Jahre und kann sich in einem kleinen Film selbst von den Erfolgen des Kandidaten überzeugen. Das macht selbst Menschen Spaß, die sich nicht unbedingt als "politikinteressiert" bezeichnen würden.

Corporate Design für Städte und Gemeinden

Nicht nur Unternehmen, sondern auch Kommunen stehen im Wettbewerb: um Bürger, Besucher und Investoren.

Umso wichtiger ist eine starke Positionierung und eine Kommunikationsstrategie, die auf den Werten, dem Leitbild und den Zielen der Kommune aufbaut – und in diesem Zuge die Standortvorteile und positiven Eigenschaften der Stadt oder Gemeinde hervorhebt.

Eine unverwechselbare "Town Identity" und ein damit einhergehendes Corporate Design sorgen für ein einheitliches Erscheinungsbild, das bei Bürgern und Besuchern Aufmerksamkeit erzeugt und Vertrauen schafft. Die Stadt als Absender der Nachrichten ist klar zu erkennen und tritt sympathisch, professionell und konsistent in allen Medien auf.

Bei der Entwicklung von Corporate Designs für Städte und Gemeinden arbeiten wir seit Jahren eng mit unserem Partner aus dem kommunalen Bereich zusammen: Im Auftrag und unter Projektleitung der inixmedia Bayern GmbH werden in Workshops mit der Stadt die Werte, Ziele und Besonderheiten gemeinsam erarbeitet und festgehalten. Die Ergebnisse dienen uns als Grundlage für die dann folgenden kreativen Prozesse.

Abschließend begleiten wir auch die Einführung und tatsächliche Anwendung des Corporate Designs. Eine aktuelle Referenz in diesem Zusammenhang ist das Corporate Design der Stadt Mainburg, welches sich momentan in der Einführungsphase befindet.

Ganz gleich ob kleine Gemeinden oder große Städte: Wir geben Kommunen ein Gesicht.

HTML5 bekommt ein Logo

Das W3C (World Wide Web Consortium) verpasst dem künftigen Webstandard HTML5 ein Gesicht.

Das Logo in Form eines Wappens soll Stärke und Vorwärtsdenken zeigen – und erinnert daher sicher nicht zufällig an das Signet eines Superhelden. Wie wir finden, ein gelungener Schritt und ein passendes, modernes Erscheinungsbild für die Auszeichnungssprache HTML5.

Kurz dazu in eigener Sache: Dass HTML5 schon jetzt bereit für den Produktiveinsatz ist, zeigt u.a. unsere Website, die bereits in HTML5-Semantik geschrieben und mit CSS3-Effekten aufgehübscht wird. Je nach Kundenwunsch setzen wir diese Technik gerne auch schon in Projekten ein – wir beraten Sie hierzu gerne!

Die Zukunft des Internets hat begonnen – und HTML5 ist der sich ständig weiterentwickelnde Standard dazu.

Google, H.264 und HTML5

In wenigen Monaten wird Googles Browser "Chrome" die Unterstützung von H.264-kodierten Videomaterial einstellen, zugunsten offener Formate wie Theora und WebM.

Die Gründe dafür: Der lizenzpflichtige H.264-Codec und die Kosten für dessen Lizenzierung behinderen die Entwicklung des offenen Internets, so Google. Wellen sowohl von Begeisterung als auch Kritik schlagen daraufhin durch die Gemeinde der Webdesigner und -entwickler.

Was sind H.264, Theora und WebM?

Bei allen dreien handelt es sich um Video-Codecs, also Standards zur Videokompression. Theora ist ein freier Video-Codec der Xiph.Org Foundation, und WebM ist ein von Google getriebenes Projekt, das auf dem Video-Codec VP8 von On2 Technologies basiert. Das Format mit der weitesten Verbreitung, H.264, ist besser bekannt als MPEG-4. Es ist ein Nachfolger von MPEG-2, dem Videoformat von DVDs. H.264 ist der Standard für HDTV, Blu-ray und der ehemaligen HD-DVD und kann von einer Vielzahl an Geräten und Software abgespielt und aufgenommen werden: Videoplayer, Videokameras sowie Mobile Devices wie iPhone und iPad.

Was ist das HTML5 video-Element?

Mit dem video-Element lassen sich im künftigen HTML5-Standard Videos direkt und ohne Umwege über Windows Media, Quicktime oder dem Flash-Player in Websites einbinden. Internet Explorer 9 und Safari unterstützen hierbei H.264 als Codec, Firefox und künftig Chrome sind kompatibel mit WebM.

Wo liegt das Problem und wie lässt es sich lösen?

Anbieter von Videos im Internet, insbesondere große Plattformen wie YouTube (gehört zu Google), Vimeo oder MyVideo, halten ihre Videos bisher im H.264-Format bereit und müssten für eine Unterstützung von Chrome diese in WebM konvertieren und zusätzlich zu den H.264-Dateien speichern. Websites von Unternehmen, die Videos (Imagefilme, Dokumentationen, ...) integriert haben, sind gezwungen, diese in mehreren Formaten bereitzustellen – zumindest, sofern diese auch nativ und ohne Flash-Player wiedergeben werden sollen. Das wahrscheinlichste Szenario ist also, dass künftig weiterhin größtenteils H.264-Videos per video-Element eingebunden werden, und Browser ohne Unterstützung auf einen Flash-Player zur Wiedergabe zurückfallen. Dies würde die Verbreitung des video-Elements vermutlich deutlich verlangsamen.

Googles Ankündigung mag daher für das "Open Web" ein wichtiger Schritt nach vorne sein – aber zwei Schritte zurück für HTML5.

Links zum Thema:

Linktipps am Sonntag

In unregelmäßigen Abständen möchten wir in unserem Blog auf interessante Artikel hinweisen, die sich mit den Themen Webdesign und -entwicklung, Marketing und Social Media beschäftigen, Hintergrundwissen dazu liefern oder handfeste Tipps und Tricks bieten.

Den Anfang machen:

Einen schönen Sonntag!

    Erweiterung des Leistungsspektrums um Imagefilme

    Produktion eines Imagefilms für die Geiger Gruppe

    Neben den Leistungsschwerpunkten Corporate Design, Print- und Webdesign bietet medienreaktor® nun auch Imagefilme für Unternehmen an. Auf Messen, für Präsentationen, zur Produkterklärung, Event-Dokumentation oder als Image-Spot auf Ihrer Website: Videos lassen sich vielseitig einsetzen.

    Für die Geiger-Gruppe in Nürnberg produzierten wir im November 2010 einen knapp dreiminütigen Imagefilm, der ohne professionellen Sprecher auskommt. Vielmehr kommen die "Menschen hinter Geiger" selbst zu Wort - ohne Textvorgaben oder Drehbuch.

    Communication Designer verstärkt unser Team

    Florian Hartl ist seit Oktober 2010 in Konzeption und Kreation tätig

    Einige von Ihnen kennen ihn bereits: unseren neuen Communication Designer Florian Hartl. Er verstärkt seit Oktober 2010 das Team in den Aufgabenbereichen Konzeption und Kreation.

    Neben seinem praxisnahen Studium "Communication and Multimedia Design" in Aachen und Maastricht betreute er bereits vor seiner Anstellung bei medienreaktor® freiberuflich Kunden unterschiedlicher Branchen und ist somit bestens für die Arbeit in unserer Agentur gerüstet.

    Gestaltungswettbewerb der Stadt Bamberg gewonnen

    medienreaktor® mit Neugestaltung des Stadtportals beauftragt

    Anfang 2009 schrieb die Stadt Bamberg einen Gestaltungswettbewerb für den Relaunch des Stadtportals bamberg.de unter den regionalen Werbeagenturen aus. Beabsichtigt war eine umfassende Neugestaltung, bei der besonderer Wert auf die stärkere Nutzerorientierung und Zielgruppenansprache gelegt werden sollte.

    medienreaktor® konnte sich bei der Präsentation mit dem Gestaltungsvorschlag gegen die übrigen zwölf Mitbewerber durchsetzen und erhielt somit auch den Zuschlag für die Entwicklung eines durchgängigen Designkonzeptes.

    Details zum Projekt und das Ergebnis finden Sie bei unseren Referenzen.